Historie

Kupferstich von ca. 1595 – am unteren Bildrand die Südermühle, damals als Bockmühle ausgeführt.

Die Südermühle war bereits im Jahr 1500 zusammen mit dem Dom und der Nordermühle ein von weitem zu sehendes Wahrzeichen von Meldorf, der damaligen Hauptstadt der Bauernrepublik Dithmarschen.

In den folgenden Jahrhunderten wurde hier Korn zu Mehl, Grütze, Viehfutter und vieles mehr mit Windkraft gemahlen. Getreide war damals das einzige Grundnahrungsmittel der Großfamilien bis die Kartoffel hierher kam.

Während die Methode des Kornmahlens mit Hilfe von großen Steinen bis heute gleich blieb, wurden die Antriebstechniken verbessert. Nach den Bockmühlen, bei denen der gesamte Körper auf einem Gestell von Hand gegen den Wind gedreht wurde, kamen im 19. Jahrhundert die Holländermühlen, bei denen nur die Kappe mit den Flügeln gedreht wird, zunächst per Hand, später automatisch per Windrad.

Während des großen Mühlensterbens in den 50er Jahren gab auch die Südermühle ihre Tätigkeit gegen die Konkurrenz der Motormühlen auf und verfiel.

Im Jahr 1984 kauften die jetzigen Inhaber das Anwesen und restaurierten die im Jahr 1892 als Galerieholländer mit Windrose gebaute Mühle und den Kornspeicher nach altem Vorbild von Grund auf.

Die Technik der Flügel und Windrose mit der 13 Tonnen schweren Kappe wurde nach authentischem Vorbild wiederhergestellt und funktioniert.

Lithographie von 1864; ganz rechts die Südermühle

Der geräumige Speicher wurde umfunktioniert und dient heute als Restaurant, Clubraum, Ferienapartment und Weinlager.

Nach erfolgter Instandsetzung wurde die Südermühle unter Denkmalschutz gestellt.

Heute liegt die Anlage – früher vor den Toren der Stadt – eingebettet in schöner Bepflanzung, inmitten der Häuser auf einem Hügel, nur einige Gehminuten zum Marktplatz und den Gehstraßen.