Die Südermühle war bereits im Jahr 1500 zusammen mit dem Dom und der Nordermühle ein von weitem zu sehendes
Wahrzeichen von Meldorf, der damaligen Hauptstadt der Bauernrepublik Dithmarschen.
In den folgenden Jahrhunderten wurde hier Korn zu Mehl, Grütze, Viehfutter und vieles mehr mit Windkraft gemahlen. Getreide war damals das einzige Grundnahrungsmittel der Großfamilien bis die Kartoffel hierher kam.
Während die Methode des Kornmahlens mit Hilfe von großen Steinen bis heute gleich blieb, wurden die Antriebstechniken verbessert. Nach den
Bockmühlen, bei denen der gesamte Körper auf einem Gestell von Hand gegen den Wind gedreht wurde, kamen im 19. Jahrhundert die
Holländermühlen, bei denen nur die Kappe mit den Flügeln gedreht wird, zunächst per Hand, später automatisch per Windrad.
Während des großen Mühlensterbens in den 50er Jahren gab auch die Südermühle ihre Tätigkeit gegen die Konkurrenz der Motormühlen auf und verfiel.